PASUBIO 
 
Lage / Beschreibung:

der Pasubio liegt an der Grenze der Provinzen Venetien und Trentino, ca. 30 km Luftlinie östlich vom Gardasee. Es ist ein kleines Gebirgsmassiv mit dem Cima Palon(2235m) als höchsten Gipfel. Ausgangspunkt für Wander oder Biketouren ist meistens der Passo Fugazze oder der Passo Xomo. 

 

Geschichte des Pasubios: 

Bei den Kämpfen um den Pasubio gab es zwei wesentliche Kampfzonen, die sich als Österreichische Platte und Italienische Platte gegenüberliegen und durch einen kleinen
 Sattel dem "Eselrücken" verbunden sind. Die Italiener nannten diese beiden Abschnitte "Dente austriaco" und Dente italiano, den österreichischen und den italienischen Zahn. Erst 1917/18 wurden die Arbeiten auf beiden Seiten des Pasubio so durchgeführt, dass der "Kaiserjägerberg", als befestigtes Hochplateau bezeichnet werden kann, auf dem einer der blutigsten Hochgebirgskämpfe des Ersten Weltkrieges stattfanden. Die Österreicher begannen bereits 1916 einen Stollen unterhalb des "Eselsrückens" unter die italienischen Stellungen zu treiben. Als das die Italiener bemerkten, wurden  sofort Gegenmaßnahmen angeordnet. Es entstand ein unterirdischer Stollenkrieg, mit einer Reihe von Sprengungen.
Am 29. September 1917 erfolgte die erste österreichische Sprengung, die drei Tage  später mit der italienischen beantwortet wurde. Am 13. März 1918 wurde von beiden Seiten die nächste Sprengung angesetzt, von den Österreichern um 04.30 Uhr früh, von den Italienern um 08.00 Uhr. Die Vorbereitungen der Österreicher aus dem weit unter
 das italienische Plateau vorgetragenen "Elison-Hauptstollen" liefen planmäßig ab. Um 04.30 Uhr früh wurde gezündet. Mit gewaltigem Donnern und einer großen Stichflamme brach eine Hälfte des italienischen Plateaus zusammen und machte den Gegner für lange Zeit kampfunfähig. Selbst die großen Zerstörungen konnte dem Kampf in den Bergen keine entscheidende Wendung bringen.
Erst nach dem Waffenstillstand im November 1918 wurde der Pasubio von den Kaiserjägern geräumt und damit kampflos den Italienern überlassen.
 (Auszug aus dem Militärgeschichtlichen Reiseführer von Wilhelm Nußstein)
 


 

 

Strada delle Gallerie
 

Es ist für mich einer der beeindruckensten Wege in den Alpen. Entstanden ist er 1916 durch die Italiener, weil die Kaiserjäger ihren Versorgungsweg auf den Pasubio unter ständigen Artilleriebeschuss genommen hatten und somit ein Alternativweg gebaut werden musste. So entstand er an der dem feindlichen Feuer abgewandten Südseite des Monte Forni Alti. 600 Soldaten schufen hier in nur sechsmonatiger Schwerstarbeit eine der kühnsten, je von Militär errichteten Anlagen. Ein abenteuerlicher Weg mit 52 Tunneln, 6 km Länge und einem Höhenunterschied von 800 m. Längster Tunnel ist Nummer 19 mit einer Länge von 320 m.
Höhepunkt der Strecke ist aber Tunnel Nummer 20, wo der Weg von einer thronenden Felsnadel verschluckt wird und wo weit und breit kein Weg mehr zu sehen ist. Des Rätsels Lösung gibt es erst im inneren des Tunnels, der Weg führt spiralförmig in die Tiefe des Felsens und wird erst nach mehreren Etagen wieder an das Tageslicht entlassen.
Die Strada della Gallerie beginnt am Passo Xomo und endet an der Porte del Pasubio, wo auch das Rifugio A.Papa zu finden ist.

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Aussichten:

bei klaren Wetter hat man Sicht auf die Adria mit der Lagunenstadt Venedig, die Dolomiten, die Presanella und Adamello Gletscher, eigentlich den ganzen gewaltigen Alpenhauptkamm. 
 

 

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der Pasubio als Bikerevier:

Obwohl seit 1994 die Strada delle Gallerie für Mountain Bikes gesperrt ist, es drohen bei Befahrung Strafen um die € 250, ist es ein ausgezeichnetes Bikerevier. Vom Bikemekka Gardasee eine Autostunde entfernt trifft man hier auf einsamen Militärstrassen ganz wenig Leute. Der Pasubio eignet sich auch als Zwischenziel bei einer Alpenüberquerung. Infos zu Touren gibts bei Paola Pezzo, in Bikezeitschriften oder im Moserband"Gardasee"

‹bernachtung und Infos Albergo Streva

Oliver Hanke

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